
Nach der erstmaligen Vergabe im Jahr 2003 wurde der mit 10.000 Euro dotierte PRO TIER – FÖRDERPREIS FÜR ARTGERECHTE NUTZTIERHALTUNG auch 2005 erneut ausgeschrieben. Bei der Ausschreibung 2005 lag innerhalb der artgerechten Nutztierhaltung ein besonderes Augenmerk auf Aktivitäten im Bereich der Tierzucht.
Mit dieser Schwerpunktsetzung soll auf die Zunahme an zuchtbedingten Problemen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung aufmerksam gemacht werden. Die Tierzucht steckt aus bereits seit Jahren in einer Sackgasse. Die einseitige Orientierung auf einige wenige Leistungsmerkmale hat zwar zu enormen Leistungssteigerungen bei immer jüngeren Tieren geführt. Die Tiere jedoch bezahlen dies immer häufiger mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit, Verhaltensstörungen, Schmerzen und Leiden; die Lebensdauer der Tiere nimmt zucht- und leistungsbedingt kontinuierlich ab. Auch die genetische Vielfalt schwindet weiter. Hier gilt es, Alternativen zu entwickeln und Beispiele für eine tiergerechte Zucht zu fördern und auszuzeichnen.
Nähere Informationen über die Bewerbungsvoraussetzungen finden sich hier.
Meldung als Download: hier
Die Bewerbungsfrist endete mit dem 1. Mai 2005. Insgesamt wurden in diesem Jahr 50 Bewerbungen eingereicht, darunter ökologisch wie konventionell wirtschaftende Betriebe sowie Initiativen, Verein und Einzelpersonen, die im Bereich der Tierzucht aktiv sind. Die Jury setzt sich aus den Spitzenvertretern der Verbände sowie weiteren Experten für artgerechte Haltungssysteme zusammen.
Das Anliegen der Allianz für Tiere wird auch von der Politik geteilt: die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, hat sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft für den Preis zu übernehmen und an der Preisverleihung mitzuwirken.
Die Preisverleihung fand am 1. September 2005 in Berlin statt. Nähere Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

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