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Tagung 1. April 2008 (Berlin)

 

Aspekte der Zucht landwirtschaftlicher Nutztiere

 

Tagung der Allianz für Tiere in der Landwirtschaft

durchgeführt vom

Deutschen Tierschutzbund e.V.

 

1. April 2008 in Berlin, 09.00 bis 18.15 Uhr

Landesvertretung Rheinland-Pfalz

In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

 

Tagungsflyer mit Fax-Anmeldebogen (Download)

Programm

Pressemeldung(zum 1. April 2008)

 

 

Thema

In der Nutztierzucht wird aufgrund von Preisdruck und Konkurrenzkampf seit Jahren auf hohe Leistung und bestimmte Körperteile hin selektiert. Zuchtziele wie z.B. hohe Milchleistung bei Kühen, ausgeprägter Brustmuskel bei Mastgeflügel, hohe Legeleistung bei Legehennen und extreme Bemuskelung bei Mastschweinen können Negativeffekte auf die Gesundheit und die Nutzungsdauer der Tiere ausüben und haben dazu geführt, dass diverse landwirtschaftliche Nutztiere zuchtbedingt unter Schmerzen und Schäden leiden. So verursachen die Zuchtziele „schnellwachsend“ und „hohes Endmastgewicht“ bei Broilern unter anderem Kreislaufversagen, Beinschwächesyndrom und brüchige Knochen. Die entsprechenden Zuchtziele bewirken bei Schweinen u.a. Stressanfälligkeit sowie Skelett- und Gelenkschäden.

 

Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen. Diese Situation ist weder aus Tierzuchtsicht noch aus der Sicht der Landwirte oder des Tierschutzes befriedigend. Niemand will kranke Tiere züchten und auch Landwirte wollen gesunde Tiere halten und aufziehen. Besonders für die Freilandhaltung braucht es robuste an die Umwelt angepasste Tiere, die widerstandsfähig gegenüber Wetteränderungen und Krankheitserregern sind. Aus Tierschutzsicht hat die Gesundheit der Tiere immer klare Priorität vor der Leistung.

 

Ein weiteres Problem der leistungsorientierten Zucht stellt die zu beobachtende Verengung des Genpools dar. Zwar wurden bei der Novellierung des Tierzuchtgesetzes im Jahr 2006 Maßnahmen zum Erhalt tiergenetischer Ressourcen bei landwirtschaftlichen Nutztieren eingeführt, um dem internationalen Übereinkommen über die biologische Vielfalt Rechnung zu zollen, doch sind noch weitere Anstrengungen nötig um dieses Ziel zu erreichen. Auch die Diskussion um das Klonen von Nutztieren muss im Hinblick auf Biodiversität, Tier- und Verbraucherschutz kritisch begleitet werden.

 

Die bisherigen gesetzlichen Grundlagen konnten die oben aufgeführten Entwicklungen nicht aufhalten, obwohl sowohl national das Tierschutzgesetz (§11b) als auch in Europa die Ergänzung des Ständigen Übereinkommens zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere (Artikel 3) und die EU-Richtlinie 98/58/EC zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere (Annex 20, 21) Vorkehrungen zur Zucht treffen.

 

Ziel der geplanten Tagung soll es deswegen sein, den aktuellen Sachstand zur Zucht von Nutztieren aufzuzeigen, die Kontroversen, die zwischen Züchtern, Landwirten und Tierschützern bestehen, zu beleuchten und Möglichkeiten für eine zukünftige Änderung der Situation zu eruieren.

 

Veranstaltungsort

Landesvertretung Rheinland-Pfalz

In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

Anfahrt / Lageplan

 

Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung bis zum 20. März 2008:

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Dr. Henriette Mackensen

Postfach 1361 / Spechtstr. 1

85579 Neubiberg

Fon: 089 / 60 02 91-0, Fax -15

E-Mail: henriette.mackensen[at]tierschutzakademie.de

 

Tagungsbeitrag

40 Euro (ermäßigt: 30 Euro).

Tagungsbeitrag inkl. Verpflegung

Bitte zusammen mit der Anmeldung vorab überweisen auf folgendes Konto:

Deutscher Tierschutzbund e.V

Sparkasse KönBonn

Kto. 40 444

BLZ 370 501 98

Kennwort: Allianz-Tagung

 

Förderung

Die Veranstaltung wurde gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV).

 

 




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